Die Rückkehr von Rita und Randy Aderholt aus Alabama und ihre Hochzeitszeremonie in der St. Petrus Kirche.
Unsere Gäste landeten am Samstag, dem 20.11.2010 mit einer Stunde Verspätung auf dem Frankfurter Flughafen. Am Freitag, dem 26.11.2010 war ihr Rückflug, einen Tag früher als geplant. Für den Besuch in Deutschland standen also nur 5 Tage zur Verfügung. Für die Besichtigungstour durch Thüringen erwarb ich 4 ThüringenCards und lieh mir die modernen I-Guide-Stadtführer aus. Damit konnten wir in den einzelnen Städten die meisten Sehenswürdigkeiten wie z.B. Museen kostenlos besuchen. Der I-Guide ist ein Minicomputer, mit dem man auf unterhaltsame Art in einer gewählten Sprache durch die Stadt geführt wird.
Am Tag der Ankunft trafen wir uns in Berghausen, nordwestlich von Frankfurt am Main, mit Frau Hatzfeld, die vor 15 Jahren den Autor des Buches über die Aderholts(The Aderholts Collection) mit ihren Recherchen unterstützte.
Nach der Heirat im Jahre 1767 und der Geburt des ersten Sohnes zog der berühmte Vorfahre Friedrich Wilhelm Aderhold nach Dillenburg. Im Jahre 1774, der zweite Sohn war gerade 2 Jahre, wanderte die Familie dann nach Amerika aus. Wir besichtigten die Kirche in Berghausen und das Schloss in Dillenburg.
Hier ist der Zeitungsartikel über diesen Besuch:
Europa-Reise auf Spuren der Ahnen
Die Eheleute Aderholt aus Alabama besuchen die Heimat ihrer Vorfahren
Dillenburg (red). Für ein paar Stunden waren Rita und Randy Aderholt aus Odenville in Alabama zu Besuch in Dillenburg. Sie waren beeindruckt von der Stadt, die ihr Vorvater Friedrich Wilhelm vor 240 Jahren mit seiner Familie verlassen hatte, um das Glück in der Neuen Welt zu finden.

Auf Spurensuche unterm Wilhelmsturm: Rita und Rand... | mittelhessen.de
Dieser war auf der Wanderschaft von Uthleben in Thüringen aus über Berghausen, wo er die Lehrerstochter Maria Johannette Isheim heiratete, nach Dillenburg gekommen. Vor der Zerstörung des Schlosses hatte er als Schneidermeister ein gutes Auskommen. Nach 1760 gab es wenige Erwerbsmöglichkeiten, so dass er zehn Jahre später mit seiner Familie nach York in Pennsylvania auswanderte. Von dort aus hat sich die Aderhold(t)-Sippe in vielen amerikanischen Staaten ausgebreitet.
Im Laufe der Jahre konnte die Dillenburgerin Uschi Hatzfeld den Weg vieler Amerika-Auswanderer aus dem heimischen Raum nachvollziehen und bei der Spurensuche helfen. So auch bereits 1994 William Bailey Cash aus Denver in Colorado, dessen Mutter eine geborene Aderhold war. 1994 war ihm die Herausgabe von drei dicken Bänden seiner Familienchronik gelungen, die er sowohl Uschi Hatzfeld als Dank für ihre Mithilfe als auch dem Stadtarchiv Dillenburg schenkte.
Das Wissen aus dieser Chronik nutzten die jetzigen Gäste aus Alabama für ihren Besuch in Dillenburg, wo sie nach einem Gang durch die Stadt die Stadtkirche besichtigten, in der zwei Kinder der Auswanderer-Familie getauft worden waren. Rita und Randy Aderholt reisten dann nach Uthleben weiter, wo sie in ein paar Tagen mit vielen Namensträgern einem Gedenkgottesdienst zur 300. Wiederkehr der Hochzeit ihrer Urahnen beiwohnen.
Der erste Tag endete nach einer langen Autofahrt mit dem Abendessen bei Familie Frank Aderhold in Heringen. Am Sonntag führte uns die erste Station zur Gedenkstätte Buchenwald. Die Rückfahrt nutzten wir noch für einen Rundgang in Mühlhausen und den Besuch des Bauernkriegsmuseums. Im italienischen Restaurant in Nordhausen konnten wir uns von diesem zweiten Tag der 5-tägigen Besichtigungstour durch Thüringer Städte erholen. In den folgenden Tagen standen Erfurt, die Gedenkstätte Dora, Eisenach und Weimar auf dem Plan. Vor Beginn jeder Fahrt stärkten wir uns bei einem leckeren Frühstück in unsere Gaststätte “Zur Schenke“.
Der Höhepunkt des Aufenthaltes unserer amerikanischen Gäste war die Hochzeitszeremonie in der St. Petrus Kirche in Uthleben.
Die lokale Zeitung TA berichtete folgendes darüber:
Doppelt hält besser
Was haben zwei Amerikaner mit Uthleben zu tun? Im Fall von Rita und Randy Aderholt eine ganze Menge. Schließlich stammen die Vorfahren der 53 Jahre alten Amerikaner aus dem Ort in der Goldenen Aue. Jetzt sind die beiden dorthin zurückgekehrt, um noch einmal zu heiraten.
Es war der 23.November 1710, als ein Vorfahre von Randy Aderholt in der kleinen Uthleber Kirche seine Liebste heiratete. Genau 300 Jahre später am gleichen Datum, führte nun Randy Aderholt seine Rita vor dem Traualtar des kleinen Gotteshauses. 34 Jahre nachdem das Paar in Alabama geheiratet hatte, wiederholten sie in Uthleben ihren Treueschwur vor Gott und einigen anderen Aderholds-den Verwandten aus Uthleben und Heringen, die in den Kirchenbänken die Trauung verfolgten. Von ihren Namensvettern in Uthleben und Heringen unterscheidet die amerikanischen Aderholts nur das T am Ende des Nachnamen. Pfarrer Holger Zschömitzsch hält den gut 25 minütigen Gottesdienst auf Deutsch. Randy und Rita kannten wohl jedes Wort auswendig-ihr Freund aus Uthleben, Dieter Junge, hatte die neunseitige Predigt im Vorfeld in Englische übersetzt und nach Amerika geschickt.
Dieter Junge war es auch, über den die amerikanischen Aderholts im vergangenen Jahr in Kontakt getreten sind. Er und seine Heimatforscher-Mitstreiter betreiben eine Internetseite, auf der die Geschichte des Ortes und dessen wichtigen Persönlichkeiten hinterlegt sind. Erwähnt ist dort auch Friedrich Wilhelm Aderhold. Der Uthleber ist 1774 mit seiner Familie nach Amerika ausgewandert und war der Enkel des Aderholds, der in der Kirche vor 300 Jahren geheiratet hat. Der Schneider Friedrich Wilhelm Aderhold lebte mit seiner Familie dann in der Stadt York in Pennsylvania. Aderholt muss wohl im Unabhängigkeitskrieg Seite an Seite mit dem späteren ersten amerikanischen Präsidenten George Washington gekämpft haben, schreibt Dieter Junge auf der Homepage. Der Auswanderer starb schließlich 1807 in Lincoln. Seine Enkel siedelten nach Alabama um und lebten fortan in Odenville. Möglicherweise wurde der Ort erst nach der Ansiedlung der Aderholts von Hardin`s Shop in Odenville umbenannt erläutert Hobbyforscher Dieter Junge. Zumindest liegt das nahe, denn zur Zeit, als Friedrich Wilhelm Aderhold Uthleben verlassen hatte, hieß der Ort noch Odenleve. Auch Randy, der in den Honda-Werken arbeitet und Rita, sie ist in der Medikamenten-Forschung tätig, leben heute noch in Odenville. Uthleben haben sie im März 2009 das erste Mal besucht. Damals entschlossen sie sich auch in Uthleben noch einmal zu heiraten. Ihre erste Hochzeit fand nur in einem kleinen Rahmen statt.




Hier sind einige Fotos von Edith Seliger:


In unserer Gaststätte „ Zur Schenke“ gab es einen Empfang und ein von Lutz Napierata zubereitetes Büfett mit reichhaltigen schmackhaften Speisen. Einige Verwandte der Uthleber, Heringer und Nordhäuser Aderholds sowie meine Familie nahmen daran teil. Auch der Bürgermeister Fritz Lehmann und seine Frau Marga kamen, um dem Brautpaar Geschenke zu überreichen.
Hier einige Fotos von diesem Abend:
Ein besonderes Geschenk, die Rolle der Panorama-Ansicht von Uthleben




Am Abend vor der Abreise, es war das Erntedankfest oder Thanksgiving in Amerika, luden uns Rita und Randy noch einmal in die Gaststätte ein, um Danke zu sagen. Auch ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die den Aufenthalt der beiden so angenehm und beeindruckend machten. Pfarrer Zschömitzsch, der die Zeremonie durchführte, Marga Lehmann, die die Kirche dafür ausgestalten ließ, die Familien Frank Aderhold und Lars Leibiger, die bei der Vorbereitung der Feier halfen, die Unterkunft zur Verfügung stellten und Lily und Leni, die zu Ehren des Brautpaares Blumen streuen durften.
Besonderer Dank geht an meine Frau, die während der 5 Tage in den Thüringer Städten mit ihrer guten Ortskenntnis, auch bei widrigsten Witterungsverhältnissen immer dafür sorgte, dass wir alle Sehenswürdigkeiten fanden.
Mit dem Versprechen in den nächsten Jahren wiederzukommen verabschiedeten sich unsere Gäste am späten Donnerstagabend und traten am frühen Freitagmorgen ihre lange Heimreise nach Odenville, Alabama an.
Hier werden interessante Ereignisse in unserer Partnerstadt(?) Odenville, Alabama sowie Veröffentlichungen über die amerikanischen Nachkommen des Friedrich Wilhelm Aderholt stehen:
Auszeichnung für Robert Aderholt
Der Kongressabgeordnete Robert Aderholt, Sohn des Richters a.D. Bobby Aderholt, Förderer und Sponsor unserer Kirche, der im März dieses Jahres zu einem Kurzbesuch in Uthleben war, wurde am 24.06.2010 als hervorragender christlicher Staatsmann des Jahres in Washington ausgezeichnet. Er erhielt den Preis im Rahmen einer Gala vom Zentrum für christliche Staatskunst. Diese Auszeichnung wird jährlich an einen nationalen christlichen Politiker vergeben und ist eine Auszeichnung für einen Beamter, der durch Hingabe zu Christus und durch die Liebe zu seinem Land für Wahrheit und Gerechtigkeit in der Regierung steht.
Das Zentrum für christliche Staatskunst wurde von Dr. D. James Kennedy im Jahr 1995 gegründet und der Preis wurde 1996 zum ersten Mal vergeben. Dr. Kennedy war der Gründer und Pastor einer Presbyterianischen Kirche in Florida. Er starb im September 2007.
"Ich bin tief bewegt und sehr geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten", sagte der Kongressabgeordnete . "Ich bin sehr dankbar, dass ich der Regierung eines Landes angehöre, die es allen Amerikanern ermöglicht, den Glauben frei und kühn zu diskutieren. Dies ist ein wichtiges Recht, auf das sich unsere Nation gründet, und es ist für die gewählten Volksvertreter wichtig, daran zu erinnern.
Der Kongressabgeordnete Aderholt ist der fünfzehnte Empfänger dieser Auszeichnung.
Robert Aderholt sagte weiter: "ich fühle mich auch geehrt, zu einer Reihe von früheren Preisträgern zu gehören, die alle für die Nation so wichtigen christlichen Prinzipien standen, an die unsere Gründungsväter dachten. Die allererste Handlung des ersten Kongresses war es, einen Minister im Gebet an Gott in sein Amt einzuführen. Wenn wir unser reiches jüdisch-christliches Erbe vergessen, vergessen wir auch die Geschichte von unserm von Gott gesegneten Land."
Seit seiner Zeit im Kongress kämpft Robert Aderholt für die Erhaltung der Religionsfreiheit in Amerika und den Schutz des religiösen Erbes in der Geschichte der Nation. Der Kongressabgeordnete Aderholt ist seit 4 Jahren Förderer des Nationalen Kongress-Gebetstages im Kapitol von Washington.

Von links nach rechts: Direktor des Zentrums für christliche Staatskunst George Roller, Jennifer Kennedy-Cassidy, Tochter des Gründers; Kongressabgeordneter Robert Aderholt; Präsident der Internationalen Evangelischen Organisation(EE) Dr. John Sorensen