Dreifach-Erfolg für Archäologen-sie entdeckten ein bronzenes Schmuckdepot, einen römischen Silberdenar und eine keltische Goldmünze

Schutzherrin der Bauern: Die Göttin Ceres ziert diese 81 v. Chr. geprägte Münze

Rückseite des römischen Silberdenars: ein pflügender Bauer

Die knapp zwei Gramm leichte keltische Goldmünze ist auch als Regenbogenschüsselchen bekannt
Fast schon sensationelle Funde haben Archäologen auf der Baustelle der neuen Erdgas-Hochdruckleitung von E.ON Thüringer Energie nahe der nordthüringischen Ortschaft Uthleben gemacht. Herausragendes Fundstück ist eine seltene keltische Goldmünze, die etwa auf das 2. Jahrhundert v. Ch. datiert wird. Nach Einschätzung der Experten des Thüringischen Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege handelt es sich bei dem sogenannten Regenbogenschüsselchen um einen süddeutschen Viertelstater. Ein Stater war bei den Griechen und den Kelten eine Goldeinheit von etwa 8 Gramm Gewicht.
Eine solche Münze ist in Thüringen erst zum zweiten Mal gefunden worden und zählt zu den ältesten bisher bekannten Stücken dieser Art im Freistaat. Ebenfalls entdeckt wurde ein 81 v. Ch. in Rom geprägter Silberdenar. Diese Münze war wegen ihres hohen Silbergehaltes bei den Germanen besonders beliebt. Am gezackten Rand des Geldstückes ließ sich dabei erkennen, dass sie kein Kupfer enthielt.
Eine weitere Überraschung stellte für die Archäologen ein sogenannter Hortfund aus der späten Bronzezeit dar. In einer Tiefe von 1,5 Meter lagen verschiedene Bronzegegenstände auf engstem Raum zusammen, so dass sie nur in einem Block geborgen werden konnten. Eine erste Röntgenuntersuchung zeigte einen Armring, Hakenspiralen als Teil eines Kopfschmuckes und verschiedene Bronze-Schmuckringe. Die Funde bei Uthleben haben bisher alle Erwartungen der Archäologen übertroffen.
Das Spektrum reicht von Fundstücken aus der Jungsteinzeit – ca. 5.000 bis 2.000 Jahre v.Ch. – über die Bronzezeit bis in die römische Kaiserzeit. Gefunden wurden neben den Edelmetallmünzen zerbrochene Keramikgefäße, Webgewichte, Knochenpfrieme und Feuersteinklingen. Dies belegt eine durchgehende Besiedlung der Ortslage Uthleben über einen Zeitraum von mindestens 1.200 Jahren. Auf Grund der unerwartet vielen Funde werden die Untersuchungen des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege zwischen Uthleben und Heringen voraussichtlich noch bis Ende November fortgesetzt.
TA:21.10.10, nnz-online
Wissenswertes über den künftigen Inhalt der Dorfchronik
Unter Mitwirkung der Uthleber Mitbürger soll dieses Buch hier gestaltet werden. Was für die Gemeinde Uthleben wichtig war und ist sollen Sie mit Ihren Beiträgen mit bestimmen. Dazu dient das angelegte Forum. Angefangen über die Vor-und Frühgeschichte (Bronze- u. Eisenzeit) die Römerzeit, die erste Erwähnung Uthlebens 965(?) nach Chr., die Vorkriegszeit, die NS-Zeit, bis hin zu Berichten über das Alltagsleben bis heute, werden in der Dorfchronik sehr viele Informationen gesammelt.
Es soll über die Uthleber Landschaft, über Kirche, Schule, Vereine, Feuerwehr usw.. berichtet werden. Alle alten Gebäude ( Höfe ), werden mit Fotos ( alte u. neuere ) u. ihrer Geschichte ( Bewohnern ) dargestellt. Außerdem werden viele wichtige Urkunden abgebildet. Es wird auch über die Sitten und Bräuche früher und heute berichtet.
Der Inhalt der Uthleber Dorfchronik wird auf vielen Quellen beruhen, u.a. gab es wichtige Aufzeichnungen der Kirche, es wird aber auch vieles in Kleinarbeit bei den alten Dorfbewohnern erfragt, und es werden alte Fotos gesammelt.
Die Fotos können unter der angegebenen Kontakt-Adresse an uns geschickt bzw. per e-mail gesendet werden.
Zum Buch wird es eine DVD und Foto-CD geben.
Informationen zu einer DVD über die Dorfestspiele 1965 und 1966 könnt Ihr unter
Aktuelles erhalten.
Einiges zur Geschichte der Kinderkrippe
Eröffnung: 17.05.1954
Erzieher: Hildegard Hafermalz, Edith Mosebach, Helene Lagemann
Kinder: Christel Bergmann, Sonja Holzapfel, Jürgen Holzapfel, Christine Hynek,
Karin Kleemann, Frank Mosebach, Marion Noth, Birgit Reichelt,
Uwe Schakau, Veronika Scheideck
1954: 9 Kinder
1955: 17 "
1956: 21 "
1957: 27 "
1958: 30 " und mehr
ab 1963: die Kinderzahl ging zurück, 25-30 Kinder anwesend
ab 1973: wieder über 30 Kinder
Bauabschnitte:
1954: Eröffnung in 2,5 Zimmern
1956: Einbau der Hauswasserversorgung und Abwässer
Erweiterung auf 6 Zimmer
1961: Erweiterung auf 11 Zimmer
1962: Einbau der Zentralen Warmwasserheizung
1969: Schornsteinbrand, 6 Räume vollständig ausgebrannt
1970: Baumaßnahmen, Kinder in Kinderkrippe Heringen und Kindergarten
Uthleben evakuiert
Im Dezember wieder bezugsfertig
1971: Massivbau der äußeren Wände, Toilettenanlage und Dusche für die
Erzieher
Evakuierung in den Aufenthaltsraum der LPG-Küche
1977: Anbau der 2 großen Räume und Terrasse
Erneuerung der Heizung
insgesamt 16 Räume mit Wirtschafts- und Nebenräumen
in 30 Jahren 515 Kinder
Vielen Dank an Hildegard Hafermalz für diese Informationen.
Entwicklung des Kindergartens
Am 15.04.1949 wurde der Kindergarten in einer Doppelbaracke, welche der ehemalige Häftling des „KZ Dora" Herr Kowalski besorgt hatte, eröffnet. In dieser Baracke waren 1 großer Aufenthaltsraum, 1 Küche, 1 Waschraum mit einer großen Waschbank und 5 Schüsseln und auf der anderen Seite noch 1 Jugendzimmer untergebracht. Es dauerte noch bis zum Herbst, ehe dem Kindergarten das Jugendzimmer zur Verfügung gestellt wurde. Erst dann war gewährleistet, die Beschäftigung in allen 3 Gruppen durchzuführen. Im Mai 1949 waren 82 Kinder im Alter von 3-6 Jahren angemeldet. Diese wurden von einer Kindergärtnerin und 3 Hilfskräften betreut. Für einige Stunden war 1 Reinigungskraft beschäftigt. Beheizt wurden die Räume durch Spanöfen .Das Wasser wurde mit Eimern aus dem Hof der Bäckerei geholt. Geöffnet war der Kindergarten bis Sommer 1950 von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis18.00 Uhr.
Bis 1953 bekamen die Kinder auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Richard Wiegleb kostenlos 2 Brötchen, diese brachten die Kinder am Nachmittag bestrichen als Vesper wieder mit. Besondere Höhepunkte in der Arbeit des Kindergartens waren: ein Frühlingsfest, Ostern, der 1. Mai, der Kindertag, die Einschulung und das Weihnachtsfest. Elternabende fanden vierteljährlich statt.
Im Jahr 1950 bekamen der Kindergarten Liegen und die Kinder konnten auch schlafen. Erst 1951 kam die Schulspeisung im Keller der Schule in Gang. Von diesem Zeitpunkt an konnten die Kinder auch über Mittag bleiben. Obwohl aus dem Jugendzimmer zwei Gruppenräume gemacht wurden, damit wenigstens jede Gruppe ein eigenes Zimmer hatte, verschlechterte sich der Zustand des Kindergartens immer mehr. Die Räume entsprachen nicht mehr den Anforderungen.
Ende der 50-er Jahre wurde vom Schulamt Worbis mit der Schließung des Kindergartens gedroht. Erst 1960 konnte der Kindergarten in die Karl-Marx-Straße umziehen. In jener Zeit war dies ein gewaltiger Fortschritt. Die Arbeits- und Lebensbedingungen verbesserten sich für alle sehr. In diesem Gebäude waren 3 Gruppenräume, 1 Waschraum, 2 Schlafräume, 1 Küche und eine Außentoilette vorhanden. Das Wasser wurde in Eimern von der Pumpe im Hof geholt.
1964 wurden die Kinder von 2 Kindergärtnerinnen und einer Hilfskraft betreut. Eine Reinigungskraft und eine Wirtschaftskraft waren stundenweise beschäftigt. Die Öffnungszeiten waren von 6.00 bis17.00 Uhr und am Samstag bis Mittag. Das Essen wurde von der Schulküche geholt bis die LPG- Küche entstand und die Mittagsverpflegung übernahm.
Ab 1957 wurde dem Kindergarten ein bestimmter Betrag aus dem Haushaltsplan zur Verfügung gestellt. Diesen Betrag bekam die Leiterin des Kindergartens und konnte über diesen verfügen. Vorher war die Finanzierung ein Glücksspiel.
Am 20.06.1974 wurde mit dem Bau eines neuen Kindergartens begonnen. Dieser entstand durch die tatkräftige Hilfe vieler Einwohner des Ortes nach Feierabend. Besonderen Einsatz zeigte der Rentner Bruno Wiegleb, der auch die Verantwortung als Bauleiter trug. Der Wert des Gebäudes betrug 200.000 Mark. Die Eröffnung erfolgte am 27.05.1976. An diesem Tag nahmen 60 Vorschulkinder den auf das modernste eingerichteten Kindergarten in ihren Besitz. Dieser bestand aus 3 Gruppenräumen, 1 großen Schlafraum, 1 Turnraum, 1 Küche, sowie 2 Toiletten-Waschräumen und Nebenräumen. Betreut wurden die Kinder von 3 Kindergärtnerinnen, 2 Hilfskräften und einer Stundenkraft. Eine Küchenkraft und eine Reinigungskraft waren stundenweise beschäftigt.
Bei der Gestaltung des Spielplatzes zeigten die Eltern viel Interesse und leisteten zahlreiche Arbeitsstunden. Bis 1990 wurde nach einem fest vorgeschriebenen Erziehungs- und Bildungsplan gearbeitet. Neben den Beschäftigungen und dem Spiel bereicherten viele Feste und monatliche Höhepunkte den Kindergartenalltag. Zwischen dem Elternhaus und dem Kindergarten fand eine enge Zusammenarbeit statt. Dies kam unter anderem durch die regelmäßigen Eltern- und Gruppenelternabende zum Ausdruck.
Da in der Gemeinde die Geburten stark zurückgegangen waren, machte sich eine Zusammenlegung der Kinderkrippe und des Kindergartens des Ortes am 02.Januar 1994 erforderlich. Es entstand die Kindertagesstätte Uthleben. Die seit 39 Jahren bestandene Kinderkrippe wurde geschlossen.
Ab 1994 wurden in der Einrichtung Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut. Da die Kinderzahlen stetig abnahmen, wurde leider auch das Personal ständig reduziert. 1997 wurden nur noch 16 Kinder betreut und die Einrichtung stand kurz vor der Schließung. Durch die Erschließung des Wohngebietes und der Änderung der Betriebserlaubnis für die Aufnahme von Kindern ab dem 1.Lebensjahr im April 2005 nahmen auch die Kinderzahlen wieder zu. Somit konnte auch wieder Personal eingestellt werden.
Hauptanliegen unserer Arbeit ist und bleibt weiterhin die Erziehung und Bildung der uns anvertrauten Kinder. Den Kindergartenalltag abwechslungsreich zu gestalten und die Kinder gut auf das Leben vorzubereiten. Unsere Arbeit erfolgt nach dem Thüringer Bildungsplan. Da die Kinderzahlen wieder zunahmen, wurden auch wieder neue Investitionen vorgenommen, um die Einrichtung attraktiver zu gestalten. So wurden in den seit 1999 folgende Jahren nachstehende Maßnahmen durchgeführt:
Neue Dacheindeckung, Sanierung des Sportraumes, Pflasterung und Umzäunung der Freifläche, Sanierung der Wasch- und Toilettenräume, neue Kellerfenster, Haus- und Mitteltür, neue Garderobe, malermäßige Instandsetzung sowie Erneuerung der Elektrik in den Gruppenräumen, Spielplatz für die Kleinkinder, Errichtung eines Vorbaues,...
Vielen Dank an Kerstin Förster
Dienstleistung und Gemeinwesen
1. Gaststätten
"Zur Schenke"
Pächter der Gemeindegaststätte "Zur Schenke"
seit 1900
Vorname Name Zeit
von bis
Hermann Lendewig 1907
Emil Huschke 1907 1925
Otto Lauer 1925 1930
Bruno Wiegleb 1930 1935
Hugo&Walter Ströhl 01.01.1936 1956
Walter Voigt 18.12.1956 30.06.1964
Hermann&Ruth Lungershausen 01.07.1964 31.01.1968
Gerhard Saupe 01.02.1968 30.04.1968
Lotte Wiegleb 01.05.1968 1970
Horst&Rita Rübsame 1970 1977
Lisa Fleischer 1977 1978
Herting 1978 1978
Lisa Fleischer 1978 1979
Rosi Müller 1979 1980
Horst&Regina Bose 1980 1990
Harald&Ingrid Holzapfel 22.09.1990 31.12.2007
Lutz Napierata 01.05.2008
Gaststätte "Zur Goldenen Aue"
Thilo Spangenberg
2. Post
Charlotte Aderhold 1962 Liselotte&Willi Schlottke
1958 Grete Deimirski
Emmi Junge 1960 1990
Wer hat noch mehr Informationen zu dieser Briefträgerin, die im Hause von Rudi Ludwig wohnte, bis Ihre Tochter sie 1958 nach Essen holte? Vielen Dank an die
Enkeltochter, Inge Quiskamp, für das Foto.
Ergänzungen und Änderungen zu den Auflistungen bitte an e-mail:
d.junge@onlinehome.de
3. Pfarrer
geboren in gestorben
Petrus Grysfius
Adam Schmied
Georg Pfeiffer Nordhausen
Benjamin Scheidemantel 1587
Johannes Dimius 1621
Wilhelm Haccius(Hacke) 1593 Göllingen 1673
Johann Örtel 1644 1717
Johann Georg Stallknecht Heringen 1741
Johann Gottfried Röder 1697 Rastenberg 1755
Nicolaus Friedrich Riemann 1719 Stolberg 1803
Johann Ernst Koch 1767 Neustadt 1836
Ernst Christian Koch 1808